Rückblick: 08.-10.03.2013 Lahti (Only German. English version below)

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Lahti Verrücktheit, Baby.

Wieso Verrücktheit? Nun ja, Lahti hat immer etwas Verrücktheit in sich, auch wenn es schwer ist das in Worte zu fassen.

08.03.2013
Am frühen Mittag bin ich wieder zum Flughafen gefahren um mich mit meiner verrückten zweiten Hälfte zu treffen, aka meiner Freundin mit der ich die nächsten Tage verbrachte. Die Fahrt nach Lahti war…interessant. Wir haben einen Autounfall gesehen und drei weitere liegengebliebene Autos und waren wirklich froh, dass wir nicht dazu gehörten, es hat die Stimmung echt bedrückt. Aber je näher wir nach Lahti kamen, desto besser wurde die Stimmung wieder – bis ich den Ort finden musste, wo ich meine Akkreditierung abholen konnte. Es hat super lange gedauert und ich war wirklich entnervt weil es schwer zu finden war, aber als ich es dann fand, war ich glücklich. Dann sind wir zurück zum Hotel um unsere Sachen loszuwerden bevor wir zur Schanze sind. Gesagt getan, es war windig und kalt aber ich fand es schön. Aber ich muss zugeben dass ich wirklich unsicher war als Fotografin zu arbeiten, für das erste Mal beim Skispringen, ich mache mir einfach Druck dank meiner zu hohen Erwartungen an mich selbst. Es ging recht gut, aber trotzdem. Na ja, danach sind wir was Essen einkaufen gegangen, da wir das Essen wirklich brauchten. Draußen in der Kälte zu sein für so lang macht wirklich hungrig, es ist faszinieren WIE hungrig das macht. Anstatt lange wach zu bleiben sind wir recht früh schlafen gegangen, wir waren einfach zu müde und ausgelaugt, TV und Essen hat mich müde und faul gemacht…

09.03.2013
Tag Nummer 2, der längste Tag mit Nordischer Kombination UND dem Skisprung-Wettkampf.
Nordische Kombination beim Cross-Country Wettbewerb zu fotografieren war recht öde, jedes Foto sah einfach gleich aus und es war einfach nicht spannend für mich, ich bevorzuge da das Skispringen der Nordischen Kombination und natürlich der Spezialspringer auch wenn ich Teamwettbewerbe nicht so toll finde, aber dieser war nett anzusehen. Ich habe begonnen ein bisschen die Stufen an der Schanze hochzugehen, ein bisschen ausprobieren was ich so machen kann und wie die Fotos dann aussehen. Davon abgesehen hatte ich die Schnauze voll von all den Leuten im Fotobereich neben der Mixed Zone, spätestens während des Wettkampfes war es da so voll, dass sich das Fotografieren anfühlte als sei man im Moshpit…klar ich übertreibe ein bisschen, aber es war echt nervig. Vor der Siegerehrung bin ich ausgerutscht und bin fast gefallen, zuerst dachte ich alles sei okay aber später habe ich bemerkt, dass die Schmerzen im linken Oberschenkel schlimmer wurden…hallo gezerrter Muskel *seufz* Wieso bin ich immer SO schusselig?
Die Pressekonferenz (yay für noch eine erste Erfahrung) war seltsam, kaum Journalisten waren da und niemand hatte Fragen zu stellen als man das tun konnte…es fühlte sich an wie in der Schule wenn der Lehrer fragte ob jemand die Lösung zu einer Frage wüsste *schauder*. Das Feuerwerk war auch toll, ich habe es genossen obwohl da draußen zu stehen in der Dunkelheit und die melancholische Musik anzuhören mich nachdenklich stimmten.

10.03.2013
Der letzte Tag in Lahti. So seltsam wie schnell die Zeit vergangen ist, die Warterei für das Wochenende zog sich in die Länge und dann war es hier und ist schnell vorbei. Es war wieder eine wirklich tolle Zeit an der Schanze und ich habe mich weitgehend wohl gefühlt in meiner Rolle als Fotografin, aber all die Stufen an der Schanze hochzugehen war wirklich harte Arbeit dank der kalten Luft und meinen Asthma-Problemen. Ich habe so lange dafür gebracht bis ich an einer Stelle war, von der ich fotografieren wollte, aber es hat sich wirklich gelohnt, wie die Fotos vielleicht zeigen. Ich habe mehr und mehr eine Idee entwickelt, wie die Fotos aussehen sollten, und ich bin immer näher an diese Idee herangekommen, auch wenn ich sie noch nicht komplett erreicht habe, aber ich war sehr nahe dran. Die Pressekonferenz war unterhaltsam, auch wenn ich wieder Mal überrascht war, wie wenige Leute da waren…

Nun ja, ich war wirklich glücklich mit dem, was dabei herausgekommen ist, und das obwohl mein Muskel im linken Oberschenkel schmerzte und meine Finger von der Kälte und dem Fotografieren tierisch schmerzten. Ich hatte das Gefühl am Limit zu sein, und das wo ich noch Kuopio vor mir hatte. Um ehrlich zu sein, ich hatte mir gewünscht, dass ich nicht mehr nach Kuopio fahren würde, meine Motivation und mein Wille war minimal, ich habe mit Kopf und Körper gekämpft. Außerdem hat es mich traurig gemacht, dass die Zeit zusammen mit meiner Freundin vorbei war, das Verrückt sein war vorbei. Wieder. Es war eine so schöne und lustige Zeit, eine Zeit in der man sein Hirn vollends ausschalten konnte und die Realität außen vor lassen konnte.

Wenn es um die Ergebnisse geht, dann bin ich nicht 100%ig glücklich, aber es hätte schlimmer sein können, wie halt immer. Klar, manche Leute denken sicherlich anders darüber, aber ich bin jetzt zu faul die Ergebnisse im Detail zu diskutieren wenn es darum geht über was ich glücklich und nicht so glücklich war.

Lahti wird wohl immer irgendetwas Besonderes sein, es fing letztes Jahr an und ist dieses Jahr weiterhin so gewesen. Wer weiß was 2014 für uns bereit hält 😉

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