“Ich glaube an dich…”

…ich denke, dass jeder diesen Satz schon mindestens einmal gehört hat. In einer Situation, wo es einem wichtig war, dass etwas einfach klappt und gut läuft. Und vornweg sage ich auch direkt – ich weiß, dass es motivierend und aufbauend klingen soll und wirklich absolut positive Intentionen inne hat.

Bei den Meisten wirkt es motivierend, es beruhigt und gibt einem ein gutes Gefühl, dass man doch so viele Leute hat, die an einen und an seine Fähigkeiten glauben, die hinter einem stehen, die einen unterstützen – daher kann das nur gut werden – weil: man ist ja nicht alleine. Man geht dann gestärkt die Sachen an; man hat eine positive Grundeinstellung die einen dann auch oftmals einfach zum Erfolg führt.

Aber… Ja, es gibt da ein “aber”, wie ich sehr oft zumindest bei mir festgestellt habe. Ich bin in einer Situation, in der ich mich nicht wohl fühle, ich bin nervös, unsicher und einfach gestresst weil etwas einfach klappen muss. Und dann kommt eine Person, eine Zweite, eine Dritte und so weiter und sagt mir, dass sie an mich glaubt. Alle glauben sie an mich, denken, dass ich das schon packen werde, sie gehen davon schon aus.

“Was ist aber wenn ich das nicht schaffe? Wenn es nicht klappt?” – der Gedanke ist dann der, der mir durch den Kopf schießt. Es ist nicht die Angst oder Sorge zu versagen, etwas nicht hinzubekommen – ich vor mir selbst muss das nicht rechtfertigen oder erklären. Aber der Fakt, dass viele Leute an mich glauben, bringt mich in eine Situation wo ich das Gefühl habe, dass ich sie enttäusche wenn ich etwas nicht schaffe, wenn es nicht klappt. Dass ich ihnen erklären muss, wieso ich es versaut habe und sie umsonst an mich gegelaubt haben. Ich will nicht in die enttöuschten Gesichter von den Leuten, die mir etwas bedeuten, schauen – mein eigenes reicht mir da schon durchaus.

Klingt stressig, oder? Klingt nach Extra-Druck, oder wie klingt das? Wenn es so klingt, dann könnt ihr euch sicher sein – es fühlt sich so an für mich. Es stresst mich, es baut noch mehr Druck auf als ich mir selbst eh schon mache. Der Gedanke ans Scheitern wird immer größer anstatt kleiner, und die Angst wächst – daher, auch wenn ich selbst sein mag und es seltsam klingen mag: sagt mir lieber, dass ihr die Daumen drück, anstatt dass ihr an mich glaubt ^^

Advertisements
This entry was posted in Criticality / Kritisches. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s