#issgesund – Gesunde Ernährung – und was das für mich bedeutet

Wer kennt die Aussage nicht, über die gesunde Ernährung. Jeder will sich gesund ernähren, und viele behaupten, ihr “Modell” sei das einzige Wahre und das wirklich Gesunde.

Ihr fragt Euch, wieso ich mich jetzt damit so wirklich außeinander setze – denn das liegt an diesem kleinen Aufruf **hier** – und ich muss sagen, dieser hat mich durchaus ins Nachdenken gebracht. Denn man macht ja vieles im Alltag “automatisch” und man hat viele Angewohnheiten, wo man über sich selbst sagen würde, dass man sich gesund ernährt. Aber ist es das wirklich? Ich nehme es einmal vornweg – ich weiß es nicht, und genau so wenig weiß ich, ob und wie gesund ich mich ernähre. Ich schätze, dass ich mich relativ gut schlage, zumindest seit ich Weight Watchers angefangen habe (auch wenn ich hier und da das Gefühl habe, dass es dennoch gesünder gehen würde).

Die Gothaer (wie verlinkt), hatte die folgenden Fragen gestellt – und ich muss sagen, dass die Antworten darauf für mich sehr ineinander übergehen. Meistens zumindest. Und Achtung . ich bin kein fan davon, micht kurz auszudrücken – es wird…lang.

Lasst uns also damit starten, was für mich denn gesunde Ernährung überhaupt ist. Und das ist wohl die schwerste Frage, die man stellen kann. Viele haben da eine ganz feste Meinung, aber während meiner Zeit des “ich suche für mich etwas passendes wie ich abnehmen kann” bin ich über viele Aussagen von “Experten” gestolpert, viele Studien habe ich gelesen und und und – und am Ende wusste ich genau so viel wie vorher, wenn nicht sogar weniger. Wieso das Ganze? Ganz einfach – man ist sich zwar in einigen Dingen einig, aber die wichtigen Details und viele andere Punkte, da grätscht man sich gut und gerne gegenseitig rein und steht im Kontrast.

Ich bin jemand, der jetzt sehr ausgewogen isst und wohl von sich sagen kann,

Protein-Schoko-Pfannkuchen mit laktosefreiem Joghrtu und heißen Himbeeren

dass ich mich (relativ) gesund ernähre – ich achte besonders darauf, jeden Tag einiges an Obst und viel Gemüse zu essen (ich denke, ich würde sogar einiges über der Angabe der “täglichen Portionen”, in denen das so gerne gemessen wird, liegen) – ganz einfach weil Vitamine und andere “Inhaltsstoffe” einfach für die Gesundheit als Ganzes wichtig sind, für die Kraft und das allgemeine Wohlbefinden von mir. Und last but not least – es hat nicht massig Kalorien, macht aber trotzdem super satt.

Das ewige Streitthema, besonders zwischen Fleischfressern-Vegetariern-Veganern ist ja “wie oft isst du Tier”. Für mich gehört es durchaus zum täglichen gesunden Essen dazu – ich esse jeden Tag Käse, Ei oder aber Fisch/Fleisch – immer darauf abgestimmt, was ich am Tag machen werde oder gemacht habe. Nach dem Kraftsport z.B. brauche ich Proteine, daher gibt´s dann eher Ei oder Fisch als eine reine Gemüsepfanne. Aber solche Produkte esse ich deutlich weniger als Gemüse und Obst. Keine Frage.

Jetzt kann man sich fragen “Aber…Kohlenhydrate…sowas wie…Brot? Nudeln? Reis…?” – ja, auch das gibt es bei mir, aber noch seltener als eigentlich sogar die tierischen Produkte. Auch wenn ich kein Verfechter des “Abends keine Kohlenhydrate, weil man sie dann nicht mehr braucht” bin, esse ich meistens nur morgens im Büro mein Brot (mit Käse oder Schinken) um einen kräftigen Start in den Tag zu haben. Ich finde es wichtig für eine gesunde Ernährung, dem Gehirn eben diesen guten Start zu ermöglichen – denn lange habe ich das Frühstück links liegen gelassen, und zurückblickend war das nicht sonderlich schlau, aber man lernt ja aus Fehlern. Und ich esse jetzt gerne Frhstück. Rede ich mir zumindest ein.

Selbstgemachte Waffeln mit gefrorenen Früchten, Cremissimo-Eis und Schoko-Sauce

Ah, da wären wir schon quasi bei der Antwort auf die zweite Frage – nämlich ob Genuss und gesunde Ernährung zusammen passen würden. Ich bin, ehrlich gesagt, ein wenig erstaunt über die Frage. Ich weiß, dass es sicherlich einige Personen gibt, die das verneinen würden, aber…lasst uns nicht darüber reden. Das könnte nämlich zu einem wirklichen Problem werden, wenn ich ehrlich sage was ich darüber denke. Zurück zur Frage und der passenden Antwort – klar passt das zusammen. Es gibt da ein paar Trugschlüsse, denke ich jedoch – der erste ist, dass man, wenn man sich gesund ernährt, nie mal einen “Ausfall” haben darf. Ich esse auch mal Pommes rot-weiß, oder ein fettes Schnitzel, oder All-you-ca-eat – und kann trotzdem sagen, dass ich mich gesund ernähre. “Hä, wie geht das denn?” – und ja, das geht prima – denn es geht um das große und Ganze, das Gesamtbild. Jeder isst mal ein Eis oder zwei, oder mal ein bisschen zu viel oder mit zu viel Fett und und und – aber das braucht man manchmal einfach mal, das ist menschlich. Gesunde Ernährung bedeutet daher für mich auch das aktive Außeinandersetzen mit dem, was man ist – bewusste Ernährung, bewusstes Essen, bewusstes Genießen. Und kein “nebenbei mal eben was reinschlingen” weil man gerade am TV sitzt und alles spannender ist als das eigene Essen. Der zweite Trugschluss ist, dass gesunde Essen und damit Ernährung langweilig sei – weil ja all das “Böse” nicht erlaubt sei und daher nichts schmecken kann. Das stimmt nicht. Ich kann die gleiche Gemüsepfanne hunderte Male essen, wenn ich mich einmal durch das Gewürzregal probiere – weil jedes Mal entdeckt man etwas anderes für sich. Ob das immer positiv ist, etwas neues zu entdecken, da werte ich mal nicht. Aber wenn man “gelernt” hat sich gesund zu ernähren, steht dem natürlichen Genuss natürlich auch nichts im Wege.

Neuer Tag, neues Tippseln an diesem Beitrag – ja, der hektische Alltag, und somit das nächste Thema. Wie schaffe ich es in meinem Chaos namens Alltag, mich gesund zu ernähren? Das war lange der Knackpunkt, der die Zeit und besonders die Lust sich abends noch hinzustellen, Gemüse zu schnibbeln und es dann liebevoll

Essens-Plan für die Woche

weiterzuverarbeiten war dann doch eher nicht existent. Aber dank Kühlschrank und Gefrierschrank, wird jetzt jeder Freitag Abend und das Wochenende als solches zum Zeitraum, wo ich getrost vorkoche und dann aiuch schön portioniere, und es einfriere. Das spart dann unter der Woche Zeit und Nerven wenn es halt mal schnell gehen soll. Nicht die beste und frischeste Methode, das ist mir bewusst, aber besser als sich jedes Mal etwas vom Lieferservice bringen zu lassen (und günstiger nebenbei auch…obwohl, bei den Gemüsepreisen im Moment…). Zusammen kochen macht mir persönlich viel mehr Spaß – daher sind die Abende wo ich mit meinem Freund zusammen koche, definitiv immer frisches Kochen, und nicht ein “welche vorbereitete Dose nehme ich denn” – und was mir auch hilft ist, dass ich mir oftmals besonders in stressigen Wochen im Vorhinein einen kleinen Essensplan für die Woche schreibe, damit ich mich mental und Zutaten-technisch auch schon darauf vorbereiten kann.

Spezielle Zubereitungsmethoden? Was ist das? Ich habe Topf, kleineren Topf, Pfanne, große Pfanne, Backofen, Smoothie-Maker, Mixer, Pürierstab…also absolut keine Hexerei, und ich habe auch für anderen Schnickschnack einfach nicht das Geld. Es gibt so viele tollen Küchen-Gadgets, wo ich sage: würde ich gerne mal ausprobieren oder mir anschaffen. Aber ein Blick auf den Preis sagt mir dann, dass ich dann doch wohl ganz klassisch bleibe und mich da nicht groß weiterentwickle in der nächsten Zeit – eventuell ein Wok, aber auf einem Elektro-Herd ist das irgendwie witzlos. Aber bevor ich wieder abschweife, machen wir mal rasch weiter – soll ja keine Heulorgie werden ^^

Tomate-Paprika-Suppe

Ich bin kein Fan von Tipps geben, also tue ich mich auch ein wenig mit Ernährungs-Tipps schwer. Ich kann aber jedem nur raten, dass er in sich hört und dann einfach ausprobiert, was er wie am Liebsten mag, welches Gemüse, wie wann wo und all dies – und bitte bitte bitte nicht aufhören zu “versagen” und sich mal etwas “ach so böses Ungesundes” zu gönnen – denn nur dann kann man mit gesunder Ernährung glücklich sein. Es geht nicht um Einschränkungen, sondern um ein Erweitern des Horizontes, eine neue Art und Weise Ernährung anzugehen…Macht das Sinn? Ich weiß es nicht, daher schiebe ich am Besten gleich noch was hinterher.
…und zwar ein kleines Rezept – oder aber eine Rezeptfolge:

Ei-Muffins

  • Vorspeise: Tomate-Paprika Suppe **hier**
  • Hauptgericht: Ei-Muffins mit Gemüsepfanne (Gemüse nach Wahö)
  • Nachspeise: Frischer Obstsalat (Ananas, Traube, Himbeeren, ein bisschen Honig – und das war es auch schon)

 

So, jetzt habt ihr es wahrlich geschafft, Euch durch diesen langen Beitrag zu kämpfen – ich bin mir jetzt keinen Deut schlauer, was genau gesunde Ernährung ist, aber wenigstens weiß ich, was ich für mich als eben solche definiere. Wenn das nicht schon ein Gewinn ist 😀

 

P.S.

Ach verdammt, was mir gerade so auffällt, jetzt wo ich quasi am Ende der “Fragerunde” bin – für mich gehört zur Ernährung auch jegliche Flüssigkeit, Wasser, Tee, Kaffee…und da versuche ich mich von den Suchtmitteln fernzuhalten – Wasser ist und bleibt mein ultimativer Liebling, da kommt nichts anderes mehr ran.

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